Lutz-Krajenski-Trio mit HX3

25.09.2012 - Lutz-Krajenski-Trio mit HX3

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Einem breiten Publikum bekannt wurde Jazz-Organist Lutz Krajenski (Bild) in den letzten Jahren vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Roger Cicero, Oli Perau alias Juliano Rossi, Jasmin Tabatabai, Mousse T., Joja Wendt oder Stefan Gwildis als Produzent, Arrangeur und Keyboarder. Auf seine große Liebe, die Hammond-Orgel B3 aus den 1950er Jahren ("die Oma", wie er sie liebevoll nennt), wollte er bei seinem Konzert am 6. Oktober im Ruhrfestsaal in Herdecke anlässlich des OKEY Tastenfestivals eigentlich nur aus Platz- und Gewichtsgründen verzichten: Zum Einsatz kam unsere HOAX3-Bausatzorgel, die im Sonderheft c't Hardware Hacks 2/2012 vorgestellt wurde.

HOAX steht für "Hammond On A Xilinx FPGA" und ein neuartiges Physical-Modelling-Verfahren, das dem Original bis aufs letzte Zahnrad gleicht – hier allerdings als digital nachempfundene Elektromechanik in einem hochkomplexen Chip. Der Klang des Instruments sei "der Hammer", erklärt Krajenski, ebenso sei das Spielgefühl wegen der Latenzfreiheit extrem direkt und authentisch. Und nicht zuletzt wiegt der alte B3000-Spieltisch, in den wir die HX3-Platine eingebaut hatten, nur die Hälfte einer "richtigen" B3. Selbst Star-Organist George Fleury, im Krajenski-Konzert in der ersten Reihe, war ganz erstaunt, dass er keine B3 vor sich hatte.