Neues aus der Werkstatt

Neues aus der Werkstatt

Unser Blog: Erfahren Sie, welche Entwicklungen derzeit laufen und was in Zukunft zu erwarten ist!

 

24.12.2015: Wir wünschen allen HX3-Freunden und Kunden ein erholsames und besinnliches Weihnachtsfest!

Das haben wir uns nun auch verdient: Tatsächlich konnten alle vorbestellten HX3 Drawbar Controller und Drawbar Expander noch vor Weihnachten ausgeliefert werden - die allerletzten Geräte gingen allerdings erst am Heiligabend mittags zur Post. Und nach einigen langen Nächten ist nun auch Firmware 3.9 spruchreif.

Mein besonderer Dank geht an Christian, der mir fast täglich mit Schraubendreher und Klebebandabroller half und daneben noch wesentliche Impulse bei der Programmierung gab - ohne ihn gäbe es noch keine Firmware für den Drawbar Controller, kein Sostenuto-Sustain und kein Mastervolume, und so mancher Bug wäre unentdeckt geblieben. Selbst im Verhandeln mit Zulieferern ist er große Klasse - mein Respekt!

Nicht vergessen wollen wir Freddy an den Tasten und Hajo am Lötkolben, die Fechners von GF Elektronik für die prompten Bestückungsarbeiten, Herrn Thiele von Segor Berlin für seine Bauteile-Expresslieferungen, die geschickten Blechbieger von Blekotec und die Siebdrucker von Kießling aus Isernhagen.

Und natürlich ginge es auch nicht ohne die unermüdlichen Beta-Tester wie Emil "Dr. Sinus" oder Markus, die wie viele von euch immer wieder kleine Macken aufdeckten oder Ideen einbrachten.

Und nicht zuletzt möchte ich vor allem unseren Kunden danken, die den umwerfenden Erfolg des Projekts - wie übrigens dereinst Don Leslie ganz und gar ohne irgendeine Werbeanzeige - erst möglich gemacht haben. Ein frohes Fest euch allen!

 

10.12.2015: HX3 Drawbar Expander und Controller werden ausgeliefert

dbc_assembly

Es ist halt nicht so einfach mit den ungelernten Hilfskräften (siehe Bild): Manchmal klemmt doch mal etwas. Aber nach den ersten Exemplaren lief es dann doch überraschend gut, und der erste HX3- Drawbar-Expander konnte noch am 10. Dezember an den schon ungeduldig in der Werkstatt wartenden Kunden überreicht werden. Besonders begeistert waren (nicht nur) wir über das lebhaft gemaserte Holz aus amerikanischem Walnuss für die Seitenteile - zusammen mit der leicht rauen Pulverbeschichtung sehen die Gehäuse wirklich grandios aus.

 

 

03.12.2015: HX3 Drawbar Expander und Controller, MIDI-Sustain

dbc1Zwei neue Produkte stehen vor der Tür: Unser HX3 Drawbar Expander ist im Prinzip eine vollständige Orgel - nur ohne Tasten. Während die eingebauten Platinen ja einzeln schon lange lieferbar sind, fehlte für ein Komplettgerät noch ein Gehäuse. Nun sind wir sowohl ungeduldig als auch unserer hannoverschen Heimat verbunden, eine Auftragsfertigung in China kam also nicht in Frage. Zum Glück haben wir gleich ein paar Dörfer weiter Hersteller gefunden, die uns die Gehäuse fertigen, beschichten und bedrucken. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen!

Der kompakte HX3 Drawbar Controller, der als Ergänzung zu unserem HX3 Expander gedacht ist, lief dagegen auf ein komplettes Neudesign heraus. Viel Arbeit, keine Wochenenden... aber mit Glück können wir die geplante Auslieferung am 10. Dezember beginnen.

Dann nervten zwischendurch noch ein paar Kleinigkeiten: Die Implementierung einer oft gewünschten Sustain-/Sostenuto-Funktion für den MIDI-Eingang erwies sich als überaus holperig. Als es dann endlich super funktionierte, stellte sich dummerweise heraus, dass der implementierte MIDI-CC für Sostenuto #66 die gleiche MIDI-Controller-Adresse belegt wie PERC ON bei der Native-Instruments B4. Man konnte also mit der fertigen Firmware zwar Sostenuto nutzen (was tatsächlich ganz witzig ist: man hält einen Akkord, drückt dann das Sostenuto-Pedal, und der Akkord bleibt stehen. Trotzdem kann man danach noch "drumherum" spielen, ohne dass wie bei Sustain auch diese Noten stehenbleiben), aber nicht mehr über einen NI B4 Controller die Perkussion einschalten. Problem ist mit dem MIDI ScanCore #19 gelöst: Hier muss man per HX3 Remote entscheiden, ob man Sostenuto oder Sustain auf dem (freien) MIDI-CC #64 haben will.

Ach ja, und dann gibt es noch - wichtig, wichtig - in HX3 Remote einen neuen Parameter namens "Scanner Gearing". Damit stellt man ganz einfach die Vibrato-Frequenz ein. Funktioniert ab Firmware 3.851, die ist nun auch neu.

 

13.10.2015: Das neue Vibrato

Mit Firmware #3.84, FPGA #13102015 gibt es ein neues Vibrato. Vielen Dank an Herrn Kunz für seine steten Bemühungen, dass ich endlich V1 bis V3 entscheidend verbessere. Ich war drauf und dran zu sagen "mir egal, ich lass das jetzt so". Nimmt ja sowieso keiner. Weit gefehlt - sehr viele Hammond-Aufnahmen aus dern 40ern/50ern sind ganz ohne Leslie gespielt, nur mit V3.

Manchmal muss man mir einfach oft genug in den Hintern treten, damit ich Dinge (in diesem Fall VHDL-Sourcecode für das FPGA) über Bord werfe. Von denen ich mich nicht trennen mochte, weil ich schon so viel Zeit, Geld und Mühe darin investiert hatte, obwohl die komplette Nummer früher oder später in einer Sackgasse endet. In der Wirtschaft gibt es, glaube ich, einen Fachausdruck für solches Verhalten...

Das jetzige Vibrato ist vollständig neu geschrieben, das hat genau einen Tag und eine halbe Nacht gedauert. Der Algorithmus ist viel kompakter und eleganter als der alte. An der vorherigen Version hatte ich viele Wochenenden gefrickelt und immer noch was dazugebastelt, bis nichts mehr in den Chip hineinpasste. War alles Blödsinn.

Man muss es wirklich GENAUSO machen wie von John Hanert konstruiert. Nichts ver(schlimm)bessern und nichts weglassen. Kardinalfehler war, dass meine Modulation vorher ungefähr sinusförmig war (naja, dachte ich vor vier Jahren, da läuft etwas im Kreis herum, also Sinus...). Was für ein Fauxpas! Die Winkelgeschwindigkeit im Scanner ist konstant, also eine lineare Abtastung vor und zurück entlang der Laufzeitkette. Mit Sinus leiert es irgendwie. Und dann bringt es nichts, die 8 Delay-Anzapfungen durch wohlgemeinte 1024 zu ersetzen, weil das digital halt so einfach möglich ist, viel viel einfacher als analog, sanfter interpoliert werden kann und nicht umständlich überblendet werden muss. Nein, es müssen 8 (bzw. 9 mit Anfang) sein.

Letztlich ich muss zugeben: Der Herr Kunz hatte recht. Verdammt recht! Das alte Vibrato war in C3 ganz OK, machte aber als V3 keinen Spaß. Jetzt einfach mal ausprobieren mit ein paar fetten Blockakkorden.

Jaja. Und dann noch das Basspedal. War zu leise, habe den Pegel jetzt um 50% angehoben. Mit dicken Lautsprechern dran sollte es jetzt passen. Die Mixtur "mit ohne Sustain" in der ersten Oktave passt zwar immer noch nicht so ganz hundertpro (meint Joey D.), sollte jetzt aber besser sein. Beizeiten mache ich nochmal extra-TGs für 1 bis 13, dafür war bislang kein Platz mehr. Habe ich jetzt aber dank des eleganter verschalteten Vibratos.

 

diversi25.07.2015: Distributoren und Händler für Nordamerika

 

Nach Analog Outfitters wird jetzt auch Diversi unsere Expander im Vertrieb haben. Das vereinfacht und beschleunigt Bestellungen aus Nordamerika erheblich. Neu im Shop: Zugriegelsätze mit elektronischem Umschalter für zwei Zugriegelsätze pro Manual (Drawbar9-MPX). Umschaltung erfolgt entweder durch einfachen Kipp- oder Wippschalter oder vom HX3 aus - je nach Preset ist der erste oder zweite Zugriegelsatz aktiv.

 

09.07.2015: HX3 auf der NAMM in Tennesse

Mit der Firma Analog Outfitters haben wir einen Distributor in den USA gefunden. Die stellen den HX3 Expander derzeit in Nashville auf der Summer NAMM Show mit ihren MIDI-Orgel-Controllern aus. Die Firmware hat dazu mit Version #3.822 ein kleines Update erfahren.

20.06.2015: Uhl Orgeln X3-1 und X3-2 fertig, XB2-Kit lieferbar

Wolfgang Uhl von Uhl instruments hat die erste Serie seiner X3-1 und X3-2 bereits komplett verkauft und schon neue aufgelegt, die im Juli fertig werden sollen. Wolfgang hat ein paar HX3-Parameter nach seinem Geschmack angepasst - Vorbild war seine eigene A-100. Tolle Arbeit! ​Hier ein paar Demos, eingespielt von Martin Meixner auf der X3-2 und aufgenommen direkt vom der internen HX3-Rotary-Simulation (ganz ohne externe Effekte):

App

 

Weitere Clips sind auf der Seite HX3 Sound Beispiele zu finden. EIn paar XB-2-Kits sind ebenfalls fertig und wieder lieferbar. Momentan bin ich wegen eines Trauerfalls in der Familie etwas knapp mit meiner Zeit, ein Firmware-Update für HX3 Mainboard und Expander ist aber trotzdem in Arbeit.

 

 

15.04.2015: Endlich: HX3 mk4 lieferbar, neue Firmware

Mit den heute (fast) pünktlich eingetroffenen HX3 mk4 Boards gibt es auch eine neue Firmware. Die neue Version ist #3.806 (beta) mit neuen Scan Cores und neuer FPGA-Konfiguration:

  •     Gründlich überarbeitete Tapering- und LC-Filter-Tabellen, nachladbare Generator-Tapering-Sätze, einer per default etwas aggressiver
  •     Reihenfolge Cap Sets geändert auf 1955, 1961, 1972, Recapped
  •     Neue Schweller-Steuerung, geräuschärmer, mit größerem Dynamikbereich
  •     Zusätzlicher Parameter "Swell Trim Cap" mit Gain-Anhebung vor GG-Ausgangsübertrager
  •     AO28-Ausgangsübertrager-Simulation mit Sättigungseffekt und 12BH7-Nichtlinearitäten, wenn Swell Trim Cap aufgedreht wird
  •     Genauerer Matching-Transformer-Frequenzgang, Überbetonung der tiefen Lagen behoben (war mir nicht aufgefallen, meine Abhöre ist ziemlich schwach untenrum)
  •     Sehr schöne, sanfte Vorstufen-Verzerrung mit AO28 TubeAge Parameter
  •     Fehler im Pedal behoben, hatte dummerweise das Foldback der Tastatur auf 16' sofern auf Tastatur eingeschaltet
  •     Pedal-Mixturen geändert, besserer, "knurriger" Basspedal-Sound wenn Sustain = 0
  •     Geänderte Zufälligkeit des Tastenklicks bei MIDI- oder Manual-Dynamik
  •     ScanCore-Bug (Notenhänger) bei MIDI Time Code und SysEx behoben
  •     Generator-Noise und Leakage stark überarbeitet
  •     Retrigger beim Einschalten der Percussion wie beim Original
  •     Kombinationen von Common Presets (mehrere Buttons gleichzeitig drücken) zulässig


Bitte unbedingt Hinweise zu Beta-Testversionen auf unserer Github-Seite beachten. Die finale Version wird noch im April 2015 fertig. Entwickler Carsten ist immer noch krank und kann derzeit wg. Reha keine Fragen beantworten. Die Auslieferung ist davon nicht betroffen, Boards und Geräte können wieder im Shop bestellt werden.

10.02.2015: Rückschlag durch Erkrankung

Durch ein chronisches Leiden kann ich derzeit nicht wie gewohnt weiterarbeiten; auch in Zukunft wird sich am Vertrieb der HX3 einiges ändern. Die neue Serie HX3 mk4 wird vollständig extern gefertigt und soll einschließlich Extension Boards mit Leslie-Anschluss Mitte April fertig sein. Hajo und Christian unterstützen mich jetzt bei der Organisation, so dass sich die Lieferzeiten bald drastisch verkürzen werden.

Leider werde ich das Endkundengeschäft mit den HX3-Boards wegen des erheblichen Support-Aufwands aufgeben müssen. Bestandskunden und Techniker werden allerdings weiterhin beliefert.
 

22.07.2014: HX3 mk3 Expander wird (endlich) ausgeliefert!
 
Es ist endlich geschafft: Die HX3 mk3 Platinen und Bauteile sind da, die Auslieferung hat begonnen. Zunächst sind die vielen Vorbestellungen des MIDI Expanders dran, in den nächsten Tagen folgt dann der XB-2-Einbausatz. Wir entschuldigen uns für die lange Wartezeit - dafür können SIe sicher sein, ein in good ol' Germany entwickeltes und in einer kleinen Manufaktur handgefertigtes Produkt zu besitzen, das ständig weiterentwickelt wird und durch Firmware-Updates auf dem neuesten Stand gehalten werden kann.
 

19.06.2013: HX3 mk3 verspätet sich

Das in vielen Details verbesserte Modul HX3 mk3 verspätet sich leider - der Platinenbestücker hat sich gerade gemeldet, dass sich die Fertigung aufgrund von Lieferengpässen bei einigen Bauteilen auf Ende Juni oder Anfang Juli verschiebt. Das ist angesichts der vielen Vorbestellungen natürlich tragisch. Wer seine Bestellung stornieren möchte, sendet bitte eine EMail an sales [AT] keyboardpartner.de mit dem Betreff "CANCEL ORDER". Evt. bereits getätigte Zahlungen werden dann zurückerstattet.
 
Das neue Modul ist weitgehend kompatibel zum HX3 mk2 und weist auch die gleichen Abmessungen auf. Die Platine enthält jetzt eine Einschaltknacks-Unterdrückung, einen optionalen zweiten MIDI-Eingang und einen Anschluss für Erweiterungsplatinen, z.B. mit eingebautem USB-Interface. Und natürlich enthält sich die unten aufgeführte Firmware 3.5x mit Stereo-Leslie-Simulation. Sie wird nur geringfügig teurer als die bisherige.
 
10.06.2013: HX3 Remote Application
 
Installation, Konfiguration und Update des HX3-Moduls erleichtert die neue Windows-Applikation HX3 Remote, zu finden in unserem Github-Repository (siehe Anleitung im Wiki). HX3 Remote verlangt ein Update auf HX3-Firmware 3.5x, um alle Funktionen nutzen zu können. Das umständliche Hantieren mit Terminalprogramm, AVRdude und Jumpern gehört damit der Vergangenheit an. Letzte Version ist 1.2, mit der sich sogar die MIDI-Controller automatisch zuweisen lassen. Inzwischen wurden auch alle Scan Cores auf die neue Firmware angepasst.
 

24.04.2013: Stereo-Leslie im neuen Expander

Es gibt Aufgaben, die kann man einfach nur mit ausgeschaltetem Telefon, vier Stangen Zigaretten, einer Palette Dallmayr und der Ehefrau in Urlaub angehen. Die komplette Überarbeitung eines umfangreichen Programmier-Projektes gehört dazu. Nach drei Wochen im Labor (einschließlich -Enden und vieler Nächte) melde ich mich zurück. Es gab viel zu tun.

Das HX3-Projekt krankte auf Entwicklungsseite seit geraumer Zeit an einer zunehmenden Unwartbarkeit der Code-Basis: Historische Fragmente aus der HOAX-Anfangszeit um 2010 mischten sich munter mit aktuellen Erkenntnissen und Nachbesserungen, und unter den inzwischen knapp 35.000 Programmzeilen (die selbst erstellten Tools nicht mitgerechnet) fand sich immer mehr, was den Code und demzufolge den Bedarf an Gattern im FPGA der Sound Engine nur aufblähte, aber nichts zum Klang beitrug und Bugs begünstigte. Höchste Zeit, einen Schnitt zu machen und alles gründlich zu revidieren.

Das kann bei Übersetzungszeiten von 10 bis 15 Minuten pro FPGA-Synthese ganz schön Zeit kosten, denn nicht alle Dinge lassen sich vorab in der Entwicklungsumgebung simulieren. Ein Simulationsergebnis mit 2000 Datensätzen sagt halt nur etwas über die Funktion der Schaltung, aber nichts über deren Klang aus, und schon gar nicht, dass man beispielsweise den Delay-Lines der Leslie-Simulation noch ein paar Allpassfilter vorschalten sollte, um diese wunderbar zwitschernde Modulation zu erhalten (siehe Neo Ventilator). Nach der ersten Revision war der Platz da für die Realisierung einiger Wünsche, die aus Platzgründen bisher außen vor blieben. Dazu gehört natürlich das Leslie in Stereo, das polyphone Pedal, die Simulation der Tastenkontakt-Übergangswiderstände, der AO28 mit unabhängigem Vibrato-Kanal und so weiter. Und ich wollte für die neue HX3-Platine einen zweiten MIDI-Eingang vorsehen. Langer Rede kurzer Sinn: Es ist geschafft. Ich habe  fertig. Und bin es auch, mental wie körperlich.

Das Leslie ist jetzt in Stereo und die Speaker-Simulation klingt besser als alles andere jemals von mir programmierte (erste Demos hier). Der simulierte 122er-Amp in der Leslie-Simulation hat nun zusätzlich zu den statischen Röhrenkennlinien ein dynamisches Verhalten und berücksichtigt das Absacken der Anodenspannung unter Volllast.

Die Tastenkontakte haben einen anfänglichen (d.h. im Millisekunden-Bereich) Übergangswiderstand (abhängig von der Tastengeschwindigkeit bzw. MIDI-Dynamik) und produzieren den schönsten Tastenklick, den man sich vorstellen kann.

Das Pedal ist nun voll polyphon spielbar, mit Original- oder Trek-II-Stringbass-Klang. Mit Sustain klingt immer die zuletzt angespielte Note aus.

Das Vibrato berücksichtigt nun die Reflexionen auf der LC-Kette der Delayline infolge gealteter Kondensatoren, die Alterung lässt sich einstellen. Außerdem gibt es nun nicht mehr die merkwürdige Höhenanhebung beim "anderen Manual", wenn V/C eingeschaltet wird. V1 bis V3 sind jetzt nicht mehr Eimerketten-leierig, sondern durchaus spielbar (für die Milt-Buckner- und Cherry-Wainer-Fans).

Die Ausgangsbuchsen kann man fast beliebig konfigurieren - etwa Leslie und Pedal/Orgel für Mono-Klinkenkabel tauschen. Mit der bisherigen Funktion/Taste "Pedal on Leslie" kann man zwischen zwei separat einstellbaren Konfigurationen umschalten.

Der Expander bzw. das MenuPanel bekam einige zusätzlich editierbare Funktionen, etwa Klirrfaktor der AO28-Trioden, Basisbreite für das Stereo-Leslie, Anlauf, Auslauf und Geschwindigkeiten von Horn und Rotor, Foldback-Verhalten der 16'-Fußlage und einige mehr.

Die guten Nachrichten: Die neue Firmware ist mit der bisher verkauften Platine kompatibel. Es wird demnächst aber ein neues Board "HX3 mk3" geben, das einige Verbesserungen beinhaltet (z.B. Einschaltknacks-Unterdrückung für die Ausgangsbuchsen, Leiterbahnführung mit weniger Störungen), aber andere Features auch erst möglich macht (u.a. Umschaltung der MIDI-Out-Buchse als zweiten MIDI-Eingang). Wer in den letzten zwei Wochen einen Expander bestellt hat und noch drauf wartet: Glück gehabt, es gibt dann die neue Version gleich mit drauf.

Und die weniger guten: Das Update ist ein Upgrade, und als solches wird es Geld kosten. Es liefert eine neue Seriennummer und verlangt auch neue Lizenznummern. Bestehende Lizenzen werden voll angerechnet, das heißt, das Upgrade kostet für Bestandskunden nur die Differenz zwischen alten und neuen Lizenzen. Die Opto-Scan-Platinen von BAS werden nicht mehr von mir selbst mit einem passenden ScanCore unterstützt. BAS wird eine speziell angepasste FPGA-Konfiguration erhalten und den ScanCore selbst pflegen/anbieten.

Ich werde einige Produkte (z.B. Scan-Platinen, Kleinkram) aus dem Shop nehmen (bzw. delegieren), die mich einfach zu viel Zeit kosten. Die Fertigungsunterlagen (Gerber-Layouts etc) werden stattdessen "Open Source" und können von jedermann nachgefertigt werden.

Und nein, ich weiß noch nicht, was das Upgrade kosten soll. Schätzungsweise werden es um die 50 Euro.

Noch etwas: Ja, ich war die letzten Wochen ncht erreichbar. Siehe oben. Sorry für die nicht angenommenen Anrufe und unbeantworteten Mails. Das ist dann der Nachteil, wenn sich die Ehefrau im Süden sonnt.

10.04.2013: Partner für Komplett-Intrumente

Wir freuen uns, mit MAG CUSTOM ORGANS einen kompetenten Partner für komplett aufgebaute Instrumente mit dem HX3-Board gefunden zu haben. Massimo Ghirardi war mit seinen professionell aufgebauten Orgeln kürzlich auf Promotion-Tour und erntete auch von sehr kritischen Hammond-Freunden rundherum positive Kritik. Dank seiner Unterstützung werden demnächst auch zusätzliche Features Einzug halten.

20.12.2013: HX3 Expander wird ausgeliefert

DSC_0349Es ist geschafft: Der Expander ist in Produktion, die letzten fehlenden Bauteile sind eingetroffen. Leider gab es eine kleine Verzögerung, weil dem Fertiger der Acrylglas-Frontplatte, die es in Edel-Schwarz und gegen Aufpreis auch in transparent geben wird, der Laser-Gravierer abgeraucht war. Zum Dank für das Vertrauen und das lange Warten erhalten die ersten 10 Besteller die Sonderedition mit transparenter Frontplatte. Die allerersten drei Exemplare gehen an Jens B. aus Ullersdorf, Peter P. aus Herzogenrath und Markus R. aus Rosbach/Rodheim - mit gravierter Unterschrift auf dem Deckel (siehe Bild). Die drei hatten lange vorab bezahlt, ohne dass sie wussten, was sie erwartet...

 

 

11.12.2013: Neues im Dezember

Bald wird es wieder Zugriegel und -sätze im Shop geben. Die erste Rutsche ist leider schon ausverkauft! Wer schon welche bekommen hat: Glück gehabt, wahrscheinlich wird der derzeitige Preis wegen der ziemlich teuren Knöpfe nicht zu halten sein :(


Mit den DC-Filtern in der FPGA-Konfiguration 27092013 war ich wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen; einige Kunden bemängelten zu Recht einen nun etwas dünneren Sound und zu wenig Punch in der Perkussion. #09122013 bietet einen deutlich bessere Einstellung auf Kosten von etwas mehr "plop". Zur Sicherheit sind beide Konfigurationen im Repo verfügbar. Die neuen Split-Optionen mit Bass oder UM auf OM mit einstellbarem Splitpunkt hatte ich schon erwähnt, oder? Die funktionieren jetzt mit allen Scan Cores einschließlich MIDI only (na ja, fast, OptoScan ist noch nicht angepasst). Im Repo als Scan Core Revision #0B. Benötigen aber zwingend Firmware 3.4x; am sichersten ist es, alles neu aufzuspielen, siehe auch unten.

Expander_proto_newNach einigen Prototypen steht das Design des Expanders jetzt halbwegs fest (siehe Bild). Ich überlege noch, ob es eine "Engineer's Edition" mit transparenter Plexi-Frontplatte und eigenhändiger Unterschrift geben soll, natürlich zu einem saftigen Aufpreis :P

Ein Abfallprodukt der Expander-Entwicklung ist das neue MenuPanel. Es funktioniert an jedem HX3-Board mit neuer Firmware ab #3.41 (ggf. updaten!). Mit dem Ding kann man auch ohne Computer-Hilfe "geheime" Parameter tunen, außerdem kann man einen Transpose-Wert von plusminus 6 Halbtönen festlegen. Kleiner Wermutstropfen: Die akkurate B3-Modellierung kann natürlich keine Töne erzeugen, die außerhalb des B3-Tonumfangs liegen -- "überzählige" Tasten bleiben stumm.

Ach ja,  leidige Hammond SK2: Dank tatkräftiger Unterstützung zweier Kunden kam ich der mysteriösen MIDI-Unwilligkeit auf die Spur. Bei der SK2 hat Hammond die Zugriegel-CCs gegenüber der XK-Serie komplett geändert, ebenso einige weitere NRPNs. So etwas nennt man wohl euphemistisch "silent update". Ein neues MIDI-CC-Set speziell für die SK2 ist in der neuen Firmware vorhanden (Parameter 531, Nummer 4). KeyB Duo rutscht deshalb auf Position 5.

 

 

26.11.2013: Zugriegelsätze - endlich lieferbar!

Nach langem Hin und Her haben wir es endlich geschafft, die einzigen heute noch produzierten Zugriegel in Taiwan aufzutreiben. Eine erste Lieferung ist eingetroffen und kann als fertig montiertes Set im Shop bestellt werden. Sobald unsere zweite Lieferung eintrifft, wird es die Zugriegel-Potis auch einzeln geben.

17.11.2013: Expander und Menü-System für alle

expander_protoGut Ding will Weile haben - wie etwa unser neuer Expander, der in verschiedenen Ausführungen geplant ist. Das Display mit Menü-Steuerung über Up/Down-Buttons und Drehgeber verlangte nach umfangreichen Firmware-Änderungen: Es sollten ja auch viele "geheime" HX-Parameter einstellbar sein - wie etwa Federkonstante, Masse und Dämpfung der Tastenkontakte, die zusammen für die Dauer und Intensität des Key-Klicks verantwortlich sind. Natürlich kann man auch das physikalische Modell des AO28-Preamps tunen, etwa für saftigeren Vibrato-Chorus, dezentere oder kräftigere Perkussion.

Steuerung komplett über MIDI, einstellbare CC-Sets für NI B4, Hammond XK, Harmichord und andere. 30 Presets können am Gerät gespeichert werden. Und natürlich bietet der Expander den berühmten HX3-Sound mit vielen Verbesserungen im Detail. Voraussichtlich lieferbar ab Dezember 2013 als Fast-Fertig-Bausatz - ein Schraubendreher reicht!

Das Bild zeigt unseren Prototypen; wahrscheinlich wird es bei der Gestaltung noch einige Feinabstimmungen geben, etwa zur Anzeige der aktuellen Vibrato- und Percussion-Stellung über LEDs, und auch das Display wird dezent weiß/blau leuchten. Ein Preis steht noch nicht fest, wir wollen aber unter 550 Euro bleiben. Eine spätere Ausführung mit Zugriegeln (9+3 oder 18+3) wird allerdings deutlich teurer.

Die eingebaute Display-Platine mit Buttons und Drehgeber wird es auch zum Nachrüsten für "lose" HX3-Module geben: Dann können Sie an Sound-Feinheiten schrauben, ohne gleich einen Computer anschließen zu müssen. Der Preis der Display-Platine wird bei rund 70 Euro liegen. Es ist allerdings ein Update auf Firmware 3.41 nötig (bereits online im HOAX-Repo, siehe unser Wiki).

 

04.10.2013: Nie mehr Ärger mit dem Plop!

Eigentlich erst für die kommende HX3P (Puristen-Version mit polyphonem Basspedal, ohne Leslie-Simulation) geplant: Was mich schon immer an der HX3 gestört hat, war das leise niederfrequente  "Plop" beim Drücken einer Taste der oberen drei Oktaven, besonders deutlich, wenn man nur 8', 4' oder 2' gezogen hat. Ich habe lange, lange nachdenken müssen, woher es kommt; bei einer echten Hammond ist es sehr viel weniger ausgeprägt. Alles nachgeprüft: Ein Rechenfehler ist es nicht, der Sinus vom TG wird von den virtuellen Tastenkontakten absolut korrekt und "gleichspannungsfrei" eingeschaltet. FFT-Analyse gemacht - tatsächlich, beim Einschalten des Tones ein kurzes Aufbäumen der Anzeige im nierderfrequenten Bereich. Echte Hammond: Sehr viel geringer, "Plop" kaum auszumachen. Funktionsgenerator mit 1kHz Sinus an FFT-Analyzer angeschlossen, Messspitze drangehalten. "Plop" ist hier auch da. Wie das? Und warum nicht bei Hammond? Einfaches Hochpassfilter aus 10 nF und 10 kOhm dem FFT-Analyzer vorgeschaltet. Plop war weg.

Warum? Weil man den Sinus mit einem einfachen Schaltkontakt "ungefenstert" einschaltet. Das bedeutet, dass die erste Sinus-Halbwelle (auch wenn sie vom Tastenkontakt-Prellen zerhackt ist) den Gleichspannungspegel verschiebt - aus Sicht der FFT, aber auch hörbar. Man stelle sich einen kurzen Sinus-Wellenzug aus nur 5 Halbschwingungen vor, 3 positive, zwei negative. Wo liegt da der Gleichspannungspegel? Klar, satt im positiven Bereich. Aha, der Plop.

Trick bei der Hammond sind die LC-Filter des Generators. Die wirken nebenbei wie ein Hochpassfilter für den Einschalt-Plop, und zwar auch "rückwärts". Das heißt, sie filtern nicht nur als Bandpass die Störgeräusche des Generators weg, sondern auch den Gleichanteil, sprich den Plop. Letzteres hatte ich nicht bedacht.

Die "plopfreie" FPGA-Konfiguration #27092013 ist nun fertig, getestet und online im HX3-Repo abrufbar. Der niederfrequente Tasten-"Plop" ist jetzt nicht stärker als bei einer echter Hammond. Hat mich einige Mühe gekostet... dürfte sich aber gelohnt haben.

Ebenso online: Neuer FATAR-Scancore Rev. #08 mit "frischerem" Tastenklick (siehe Beitrag vom 01.09. unten), Toleranz gegenüber verschmutzten Tastenkontakten (auch auf MIDI out) und erweiterten Split-Optionen: Keyboard-Split kann jetzt mit wählbarem Splitpunkt und auf Unter- oder Obermanual erfolgen - manche Nachbauten müssen ja mit einem Manual auskommen. Mit dem Remote-Parameter 520 (siehe Wiki Tuning-Anleitung) legt man dauerhaft fest, welche Default-Konfiguration gewählt wird, sobald Split eingeschaltet ist:

wen=1

520=x

mit x=0 Split Pedal auf Untermanual, x=1 Split Untermanual auf Obermanual, x=2 Split Pedal auf Obermanual. Zusätzlich kann man die Konfiguration jederzeit folgendermaßen temporär ändern:

  • Taste des gewünschten Splitpunkts auf Untermanual drücken, festhalten und gleichzeitig Split einschalten: Pedal auf Untermanual bis zur gedrückten Note. Entspicht x=0. Oder:
  • Taste des gewünschten Splitpunkts auf Obermanual drücken, festhalten und gleichzeitig Split einschalten: Untermanual auf Obermanual bis zur gedrückten Note. Untermanual ist jetzt ausgeschaltet. Entspricht x=1. Oder:
  • Zwei Tasten nebeneinander auf Obermanual drücken, festhalten und gleichzeitig Split einschalten: Pedal auf Obermanual bis zur ersten gedrückten Note. Pedal ist jetzt ausgeschaltet. Entspricht x=2.

Eine derartig gewählte Einstellung bleibt auch nach Aus- und Wiedereinschalten der Split-Funktion erhalten, aber nur bis zum Ausschalten der HX3. Diese Funktionen werden schrittweise auch für die anderen Scan-Cores eingeführt. Ein Update der Firmware ist ab Ver. #3.3x nicht erforderlich, lediglich Neuaufspielen der FPGA-Konfiguration #27092013 und der Scan-Cores gemäß Anleitung im Wiki.

 

01.09.2013: "Klingt gleich und doch irgendwie anders"

Kleine Überraschung am Wochenende: Bei einem Konzert mit einer geliehenen HX3-B3000 fiel Simon Oslender auf, dass seine HX3 mit Fatar-Tastaturen "irgendwie müder" klingt - obwohl (bis auf die Tastaturen)  in seinem Instrument die gleiche Hardware werkelt. Wie kann das sein?

Sonntag hatten wir dann Gelegenheit, beide Orgeln im direkten A/B-Vergleich zu hören. Tatsächlich, die B3000 klang direkter, griffiger, knackiger, spontaner. Grübel, grübel... Nochmal alle internen Parameter geprüft und Update aufgespielt - nützte nix, es blieb dabei, die subtilen Unterschiede waren auf Anhieb auszumachen. Dann der lichte Moment: Es liegt an der Anschlagdynamik der Fatar-Tastatur, die B3000 mit den OrganScan-Platinen hat ja keine. Die Anschlagdynamik sollte eigentlich einen differenzierteren Tastenklick ermöglichen, der bei sachtem Anschlag auch länger dauert, weil die Scan-Routine dann das sequentielle Einschalten der Busbars mit den Tastenkontakten spreizt.

Da habe ich also Geoffrey James' Prinzip der geringsten Verwunderung missachtet und den Effekt etwas übertrieben. Bei härterem Anschlag war der Klang beider Orgeln dann auch wieder sehr ähnlich, aber das sollte er eigentlich auch sonst sein.

Ein Update des Scan-Cores für Fatar ist also fällig, da gehe ich baldmöglichst dran.

 

13.08.2013: Anleitung für Hammond XB-2 Kit

Einbauanleitung für das Hammond XB-2 Nachrüstkit ist fertig, es kann also losgehen!

Hinweise zur Bedienung der umgerüsteten XB-2

Hinweise zum Einbau mit vielen Bildern

 

05.08.2013: Verzögerungen bei Auftragsbearbeitung

In den nächsten Tagen kann es durch zwei Trauerfälle im engeren Familienkreis zu Verzögerungen bei der Auftragsbearbeitung kommen.

 

02.07.2013: Bass25 lieferbar, Orgelmuseum eröffnet

Die Platine Bass25 kann jetzt bestellt werden. Sie erleichtert den Anschluss von Basspedalen mit 13 bis 25 Tasten und wird anstelle der bisher dafür vorgesehenen Platine OrganScan61 verwendet.

Ach ja, und dann noch etwas: Jazz-Orgler und Hammond-Fan Lutz Krajenski hat am 30.06.2013 sein mit Liebe und Geduld zusammengetragenes Orgelmuseum eröffnet. Sogar der NDR mit einem Kamerateam vom N3-Fernsehen war zur Feierlichkeit vor Ort. Mehr dazu in unserem Magazin.

 

10.06.2013: Retrofit-Kit für XB-2 lieferbar

Die Platinen für das XB2-Retrofit-Kit (siehe unten) sind inzwischen eingetroffen. Wer also eine defekte XB2 hat, nur her damit. 650 Euro für das komplette Kit einschließlich Umbau nicht vergessen. Bausätze kann ich noch nicht anbieten, die Dokumentation harrt noch geduldig auf Vollendung.

BTW: Neulich ein Kundenanfrage. Warum unsere Platinen so teuer sind, einen Raspberry Pi All-In-One-Computer gibt es doch schon für unter 50 Dollar. Kein Problem, sage ich. Bestellen Sie eine Million HX3, dann bekommen sie die Orgel zum gleichen Preis.

 

07.06.2013: Neuer Pedal-Sound

So, die Fertigung der nächsten HX3-Serie läuft. War nicht so einfach: Halbleiterhersteller Xilinx liefert keine FPGAs mehr an Wiederverkäufer wie meinen treuen Distri Segor, sondern nur noch an Gerätehersteller und Endverbraucher. Offenbar befürchtet man, dass die militärisch nutzbaren Teile in Schurkenstaaten ausgeführt werden. Also musste ich die FPGAs aus Shenzen/China selbst beschaffen. Waren nach zwei Tagen da (d.h. bei der DHL-Zollstelle), aber dann die Zollformalitäten...

Den Schaltungsentwurf Bass25 gibt es jetzt auch als fertige Platine, leer oder komplett bestückt. Apropos: Hatte ich schon folgendes erwähnt? Wenn man den Sustainregler ab FPGA-Konfiguration #02062013 ganz auf Null stellt, gibt es dann nicht nur kein Sustain mehr, sondern es wird auch auf einen wesentlich obertonreicheren Sound umgeschaltet, der sich nicht am Trek II Stringbass, sondern am Original-Hammond-Bass orientiert. Es erklingt vorrangig immer die tiefste gespielte Note, Legato-Spiel ist möglich. Pedal-Polyphonie ist natürlich eine ganz andere Sache. Ginge aus Platzgründen nur mit einer FPGA-Konfiguration ohne Leslie-Simulation. Ist zusammen mit Sustain aber unsinnig. Vielleicht mache ich noch einmal eine "Puristen"-Version ohne Leslie und Pedalsustain.

 

20.05.2013: Ersatz für Preset12 MPX

Traurige Mitteilung: Die Preset12-MPX-Platinen für die inversen Preset-Tasten sind aus. Ich mache auch keine neuen mehr, weil ich sie selbst zu umständlich fand. Stattdessen gibt es demnächst Preset24 MPX für 2x12 Presets plus Zugriegelumschaltung für zwei Manuale auf einer Platine. Der Anschluss der inversen Preset-Tasten ist jetzt dank eigenem Prozessor sehr viel einfacher. Man nimmt einfach zwei  (auf 12 Tasten gekürzte) Scan16-Strips und lötet diese auch für die Preset-Tasten unter das Manual. Außerdem enthält Preset24 MPX zusätzliche Pads für die älteren Hammond-Steckverbinder von Molex. Die einer B3000 oder Aurora passen direkt ohne Umlöten drauf.

 

26.04.2013: Rundum-Update

Da ich ohnehin ein paar MIDI-Anpassungen vornehmen wollte, gibt es mit Firmware Version #3.3 demnächst einen Rundumschlag mit folgenden Verbesserungen:

  • Alle Parameter können per MIDI geändert werden, ohne dass HX3 die lokalen Bedienelemente komplett abschaltet. Bei lokaler Bedienung (z.B. Zugriegel) werden diese wieder aktiv. Änderungen per MIDI werden direkt auf den Button-LEDs angezeigt.
  • Auch mit angeschlossenen Schaltern kann eine durch MIDI erfolgte Einstellung wieder geändert werden, indem man den Registerschalter einmal betätig.
  • Presets können jederzeit "live" abgeändert und auch wieder geändert auf derselben oder einer anderen Position abgespeichert werden. Dies war vorher nicht oder nur eingeschränkt möglich.
  • Anschluss eines 2x16 LCD zur Anzeige der Zugriegelstellungen etc. möglich.
  • MIDI-CC-Set einstellbar auf Native Instruments B4, Voce, Harmichord oder Hammond-Standard.
  • Wichtig: Leise Knackgeräusche eliminiert, die in bestimmten Stellungen der Drawbars und Potis (vor allem Leslie-Lautstärke) durch "unruhig" gewandelte Analogwerte auftraten.
  • Lokale Analog-Controller dauerhaft abschaltbar per Terminal-Programm (falls wg. MIDI-Steuerung keine angeschlossen sind und die Eingänge "floaten")
  • Verbesserter Leslie-Effekt (Bass-Rotor-Modulation).
  • Verbesserte Hall-Parameter.

 

04.04.2013: Graue Haare nach MIDI-Bugfix

Uff! Einige Kunden berichteten von rätselhaften Problemen bei der MIDI-Steuerung mit bestimmten Keyboards, unter anderem von Yamaha, Hammond und Roland. Töne blieben hängen oder wurden gar nicht erst angesteuert. Dummerweise funktionierte mit meinen Instrumenten immer alles bestens. Ich vermutete erst Exemplarstreuungen bei den MIDI-Optokopplern, die sich aber nicht bestätigten. Zum Glück, der Austausch wäre sehr aufwendig gewesen.

Langer Rede kurzer Sinn: Das Problem ist gefunden und behoben. Manche Keyboards (die erwähnten) senden nach einem Active Sensing ($FE) kein neues Statusbyte. Davon gingen aber die Scan-Cores beim MIDI-Eingang aus. Wenn Sie also MIDI-Probleme haben, machen Sie ein Update auf die neuesten Scan-Cores Rev. $07. Sie können Ihre HX3-Platine auch zum Update einsenden.

Das Update lohnt sich auch schon wegen des verbesserten Overdrive-Effekts der neuesten FPGA-Konfiguration #03042013.

 

13.02.2013: HX3, die Zweite

Unsere ersten 100 HX3-Kits sind fast alle verkauft, die zweite Serie ist derzeit in Produktion. Es kann daher bei Bestellungen ab Mitte März zu Verzögerungen kommen. Wir haben ein paar Verbesserungen auf Hardware-Seite vorgenommen: Besonders bessere Ausgangsstufen standen auf der Wunschliste. Es kommen nun teurere und bessere OpAmps zum Einsatz, die keine Verzerrungen bei zu kleinem Lastwiderstand mehr verursachen. Probleme machte bisweilen auch der MIDI-Optokoppler, den wir nun durch ein geeigneteres Exemplar ersetzt haben; einige Kunden berichteten von Fehlfunktionen im Zusammenspiel mit Yamaha-Keyboards. Auf Wunsch können wir auch ältere HX3-Platinen auf den neuesten Stand bringen - Sie erhalten dann natürlich auch gleich die neueste Firmware und FPGA-Konfiguration aufgespielt (siehe hierzu auch unser Wiki).

 

27.01.2013: Neue Leslie-Simulation

Die neue, komplett überarbeitete Leslie-Simulation ist da! Ab sofort erhalten Sie die HX3-Platine mit einer deutlich verbesserten Leslie-Hornsimulation, die jetzt für eine exakte Reproduktion des V21-Treibers mit einem aufwendigen FIR-Filter arbeitet. Vorhandene Platinen können upgedatet werden.

 

02.01.2013: Hammond XB-2 Retrofit Kit

Nachdem die neue Leslie-Horn-Simulation der HX3 mit einem aufwendigen "Faltungshall"-Filter (FIR) sehr zufriedenstellend läuft und nur noch etwas an den Parametern gefeilt wird, bevor sie Mitte Januar final als Firmware-Update freigegeben wird, haben wir uns einem echten Sorgenkind angenommen, der Hammond XB-2. Nicht nur, dass ihr Klang nicht mehr zeitgemäß ist... Durch einen Fertigungsfehler bei den TG-Chips der XB2 ist die Frage nicht, ob sie einmal kaputt geht, sondern nur, wann! Es ist ja kaum noch eine XB-2 im Einsatz, die nicht irgendwie im Tongenerator kaputt ist. Ersatz gibt es schon lange nicht mehr. Wenn man Pech hat wie unser letzter Kunde, funktioniert noch nicht einmal mehr der MIDI-Ausgang, weil der eingebaute Prozessor blockiert.

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Deshalb ist unser nächstes Projekt ein HX3-Einbausatz für die XB-2 (siehe Bild), den jeder begabte Laie einbauen kann, da das Kit die vorhandene Tastatur, die Bedienelemente, das Display und die Zugriegel weiterverwendet. Einen ersten Eindruck finden Sie auf den Bildern: Der Tongenerator der XB-2 wird komplett entfernt, stattdessen kommt die HX3-Platine mit einigen Adapter-Boards für die Steckverbinder der Tastatur, der Zugriegel und des Frontpanels unter dem Manual zum Einsatz. Es sind, wenn alles gut geht, keinerlei Lötarbeiten erforderlich. Wir sind zuversichtlich, einen Preis von unter 600 Euro für den Einbausatz realisieren zu können.

Die Firmware wurde so angepasst, dass statt der vier "Common Presets" jetzt das Vibrato in den bekannten sechs Stufen (V1/V2/V3 plus das Ganze mit Chorus) geschaltet werden kann. Zum Umschalten der Presets dient jetzt das bereits vorhandene Panel unter dem Manual. Zum Umschalten der Zugriegel von Ober- auf Untermanual dient jetzt die SHIFT-Taste, das Abspeichern geschieht äußerst fix mit der STORE-Taste (zuerst drücken, dann die gewünschte Preset-Taste), jeweils für Untermanual (etwa per MIDI eingespielt) und Obermanual getrennt. Auch das Display wird angesteuert und zeigt an, ob das Ober- oder Untermanual aktiv ist oder ob der Klang gespeichert wurde.

Für das Panel16 muss natürlich ein Ausschnitt in das linke Seitenbrett gesägt werden, was aber in wenigen Minuten erledigt ist. Wir überlegen aber auch, ob man stattdessen die (leider etwas spärlich) vorhandenen Bedienelemente weiterverwendet, was den Einbau noch weiter vereinfachen würde. Die Bedienung der meisten Funktionen müsste dann aber umständlich über die EDIT-Taste geschehen, wie beim Original. Sagen Sie uns ruhig Ihre Meinung dazu!

DSCF4983.JPG
 

Das obige Bild zeigt die entkernte XB-2 vor dem Einbau der Tastatur.