Dr. Erwin Meckelburg: SEHTRAINING


Dr. Erwin Meckelburg: SEHTRAINING

19,90
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Übungen zur Verbesserung der Sehkraft

 

Die vorliegende Schrift befasst sich mit den Phänomenen des räumlichen Sehens. Sie gründet sich auf Studien und Erfahrungen, die ich als Lehrer im Unterrichtsfach Technisches Zeichnen der Metallberufe gesammelt habe. Bereits während des Studiums in den sechziger Jahren habe ich mich intensiv mit der Entstehung und Geschichte der technischen Zeichnung als Sprache des Ingenieurs und mit der Herausbildung der räumlichen Vorstellungskraft von Facharbeitern beschäftigt. Das gedankliche Gestalten und Arbeiten in räumlichen Dimensionen erfordern neben sehr guten Kenntnissen der darstellenden Geometrie auch viel Fantasie und Übung. Daher ist es verständlich, dass ich von den so genannten »Magischen Bildern« sofort begeistert war, als ich sie das erste Mal sah. Nachdem ich diese »Zauberbilder« mit Leichtigkeit schnell erkennen konnte, war auch die Neugier da, hinter das Geheimnis dieser Darstellungen zu kommen und der Wunsch geboren, solche Bilder selbst zu machen. Anfang der Neunziger Jahre war nur wenig Literatur darüber vorhanden, wie man solche Bilder schaffen kann. Die Bücher und PC-Programme, die man erwerben konnte, verschleierten die wissenschaftlichen Grundlagen für die Herstellung solcher Bilder eher, als dass sie diese aufhellten. Inzwischen haben sich Forschungseinrichtungen und Programmierer sehr intensiv um die Entzauberung der fantastischen Bilder bemüht. Das Resultat führt von der Codierung einer grafischen Darstellung über die Funktion der menschlichen Wahrnehmung hin zur Denktätigkeit des menschlichen Gehirns und die philosophische Einordnung des Menschen in das Universum. Trotzdem wurde, aus welchen Gründen auch immer, der Schleier des Mystischen nicht vollständig gelüftet. Die vorliegende Schrift will und kann dies auch nicht leisten.
Da es in meinem Unterricht in Umschulungsmaßnahmen nach anstrengender Arbeit manchmal bei den Schülern Erschöpfungserscheinungen gab, die einen Fortschritt in der Kenntnisvermittlung sehr hemmten, machte ich meine Schüler zwecks Erholung und Entspannung mit meinen Arbeiten zur Erkundung der Zauberbilder bekannt. Häufig war es so, dass nicht ein einziger Schüler vorher ein solches Bild gesehen hat. Ich entwickelte also eine Methode, wie ich über eine systematische Schrittfolge das Sehen meiner konstruierten Bilder allen Schülern vermitteln konnte. Da meistens der Wunsch bestand, dieses Lehrmaterial zu besitzen, versprach ich, es zu veröffentlichen. Dieses Versprechen möchte ich mit der vorliegenden Schrift, wenn auch verspätet, einlösen.
Wer sich mit dem Buch beschäftigt, soll daraus für die Entwicklung und Schulung seines räumlichen Vorstellungsvermögens und dem fantasievollen Umgang mit dem Raum, indem er lebt, einen persönlichen Nutzen ziehen. Die Beschäftigung mit den Sehübungen und den erläuternden Texten soll die Beobachtungsgabe fördern und das Sehvermögen stärken. Das setzt gesunde Augen voraus und betrifft die Erhaltung der Augenmuskeln sowie die Elastizität der Linse. Im Mittelpunkt steht die Sehschule, das Erlernen des Sehens von dreidimensionalen Bildern auf zweidimensionalen Medien ohne optische Hilfsmittel.

 

 

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