3 x libysches Wüstenglas 30,65 g


3 x libysches Wüstenglas 30,65 g

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Die Gläser entstanden beim Einschlag eines Meteoriten, der vor etwa 28 bis 30 Millionen Jahren in Nordafrika niedergegangen ist. Bei hohem Druck und Temperaturen wurde der damals oberflächlich anstehende Sandstein aufgeschmolzen und die flüssige Schmelze fortgeschleudert. Bei rascher Abkühlung in der Flugphase konnte so Glas entstehen. Das Wüstenglas besteht zu 98% aus Lechatelierit, einem natürlichen Quarzglas. Es konnten Einschlüsse von Baddeleyit, der bei Temperaturen von über 1700 °C aus Zirkonsand entsteht, sowie Spuren des Meteoriten (bis zu 0,5 %) nachgewiesen werden, was eine ebenfalls diskutierte Entstehung als Ablagerung eines mit gelöstem Siliziumoxid angereicherten Sees ausschließt. Das Wüstenglas wird den Impaktgläsern zugerechnet, da es sich von den Tektiten durch einen bis zu 30-mal höheren Gehalt an Wassereinschlüssen von bis zu 0,16 % unterscheidet. Ein Einschlagkrater, der in Zusammenhang mit der Entstehung der Wüstengläser steht, konnte noch nicht eindeutig identifiziert werden. Allerdings ist im Jahre 2006 bei Auswertungen von Satelitenaufnahmen mit dem Kebira-Krater ein geographisch passender Krater mit einem Durchmesser von 31 km entdeckt worden. Genauere Untersuchungen stehen jedoch noch aus. Eine andere Spekulation erwägt einen dem Tunguska-Ereignis ähnlichen Vorfall: Innerhalb der Erdatmosphäre explodierte ein Meteorit und hinterließ so keinen Krater. Die Explosion hätte hier jedoch circa 10.000 mal größer sein müssen, als in Sibirien am 30. Juni 1908.

 

 zusammen 30,65 g / 153,25 ct

 

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