Transportmodalitäten


Transportmodalitäten


— vergriffen, kein Nachdruck geplant —

Transportmodalitäten
Von der Ephemerisierung des Kommunikationsbegriffs zu einer allgemeinen Theorie der Beförderung

von Ivo Gurschler

142 S., Hardc., 15 meist farbige Abb.

Hardcover, ISBN 978-3-940317-19-3


Wie jedes andere Buch ist auch dieses hier ein Kommunikationsmedium und als solches will es vor allem eins — nämlich gelesen werden. Damit es gelesen werden kann, muss es transportiert werden. Transport ist also eine Bedingung der Möglichkeit von Lektüre.

Anders verhält es sich mit den sogenannten Nachrichtentechniken: Sie ermöglichen die gegenstandslose Übertragung. Hierfür braucht es weder Straßen noch Schienen, keine Schiffe oder Flugzeuge und auch keine Post oder sonstigen Paketdienste.

The medium is the message — bedeutet das nicht, dass der Inhalt bzw. die Botschaft (the message) gegenüber dem Träger (the medium) sekundär ist? Heißt das nicht, man sollte sich vorrangig um diesen und weniger um Ersteres kümmern? Mal angenommen, das hat so seine Berechtigung: Hätten dann nicht diejenigen Modalitäten, anhand welcher nicht nur Inhalte, sondern außerdem auch noch anderes befördert werden kann, den exklusiv botschaftlich funktionierenden einiges voraus?

Das sind lauter Fragen, die sich stellen, wenn man sich darüber zu wundern bereit ist, warum in kultur-, medien- und vielen sozialwissenschaftlichen Diskursen immer nur von Kommunikations-, kaum jedoch von Transportmitteln die Rede ist; ferner, wenn man entdeckt, dass die Behauptung, eigentlich sei alles Kommunikation, sich erst nach einer stattgehabten Ephemerisierung des Kommunikationsbegriffs — derzufolge diese nichts mehr mit (Schwer-) Transporten gemein hat — durchzusetzen begann.

Über den Autor

Ivo Gurschler, Jg. 1979, Studium der Publizistik, Soziologie und Philosophie in Wien und London

 

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