Performance 2.0


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Performance 2.0
Zur Mediengeschichte der Flashmobs

von Julia Jochem


Sept. 2011, Hardcover, 140 S., 15 farb. Abb.

ISBN 978-3-940317-98-8, 24,90 € (D), 25,60 € (A), 29,90 CHF


Ganz plötzlich, scheinbar aus dem Nichts tauchen sie an öffentlichen Plätzen auf: Menschen unterschiedlichen Alters, die aus verschiedenen Richtungen herbeiströmen. Auf ein Signal bilden sie ein Kollektiv und dann ... tanzen und hüpfen sie, zücken Bananen, um sie wie Waffen auf ihr Gegenüber zu halten, oder bleiben einfach steif stehen und bilden so eine Statue im urbanen Raum. Die sogenannten Flashmobs beschreiben ein Phänomen, das 2003 das erste Mal unter diesem Begriff in Erscheinung trat und mittlerweile zu einer populären performativen Ausdrucksform avanciert ist.


Was bewegt die Teilnehmer? Woher stammen die vielfach skurrilen Ideen, die auf den Bühnen der Städte aufgeführt werden? Geht es dabei nur um Spaß oder ist es vielmehr eine neue Form der Gemeinschaft, die sich auf kurze Zeit zusammenschließt? Und ist dieses Phänomen wirklich so neu oder gab es bereits früher Aktionsformen, die als Wegbereiter für Flashmobs gedient haben könnten?


Neben der Beantwortung dieser Fragen steht vor allem die Bedeutung des Web 2.0 im Vordergrund dieser Arbeit. Ohne Facebook und Co. ist das Phänomen Flashmob nicht denkbar, ohne die damit verbundenen Vernetzungsmöglichkeiten nicht durchführbar. Mit dem Begriff der Performance 2.0 wird dieser Beobachtung Rechnung getragen.


Der in dieser Arbeit etablierte Begriff verweist zudem auf den prozessualen Charakter der Aktionen. Denn noch etwas ist essenziell für den kollektiven Aufstand gegen die Routine des Alltags: die mediale Aufzeichnung der Aufführungen. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Flashmobs. Nur durch sie konnte sich die Idee weltweit verbreiten. Erst die Videos auf YouTube und anderen Internetportalen haben Flashmobs zu dem gemacht, was sie mittlerweile sind: ein globaler Trend.

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