Die Geschichte der Zuckertüte


Die Geschichte der Zuckertüte

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Seit rund 200 Jahre gibt es sie - die Zuckertüte oder auch Schultüte genannt - als Geschenk der Eltern oder Paten oder der politischen Gemeinde zum Ersten Schultag. Wo kommt sie her? Der Weg der Zuckertüte läßt sich erahnen und teilweise nachvollziehen, er hat wohl in Jena 1817 seine erste schriftliche Erwähnung gefunden und sich 1820 in Dresden fortgesetzt.

Erste Hinweise für Zuckertüten finden sich in Berlin 1915. Aber erst nach der Inflation gab es offenbar regelmäßig Schultüten (siehe Günter Löwe in "Das ABC des Luxuspapiers" S. 242 ff). Um 1927 war die Zuckertüte in Berlin schon mehr bekannt, dennoch immer noch nur in einigen Stadtteilen, denn in der "Grundschule Hohenstaufenstraße" gab es 1926 noch keine Zuckertüten (nach Ilse Küfner geb.am 4.4.1920 in Berlin und dort aufgewachsen). Wie sich die Zuckertüte so langsam auch in den westlichen Bundesländern verbreitete, wird mit Hilfe von Fotos und Berichten der damaligen ABC-Schützen beschrieben.

Natürlich gab es um diesen Ersten Schultag auch noch andere Besonderheiten, von ihnen soll hier die Rede sein. Die Fotos zeigen uns die Kleidung der Kinder und ihre Ausstattung mit den wichtigen Utensilien, die einen Schüler von früher im ersten Schuljahr ausmachten: Ranzen und Tafel, Wischlappen und Schwamm, dazu noch Lesebuch oder Fibel und Rechen-perlen. Manches davon gibt es ja heute noch. Da die Fotografie erst um 1860 in Deutschland Fuß gefasst hat, sind die ersten Jahrzehnte nicht fotografisch belegbar.

Fragt man sich, ob es wohl noch in anderen Ländern die Zuckertüte gibt, so habe ich Interessantes entdeckt und erzählt bekommen. Dennoch ist sie wohl eine Besonderheit und Tradition im deutschen Sprachraum.

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