Weinbergs Passagierin


Weinbergs Passagierin

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Bei Mieczyslaw Weinbergs „Passagierin“ dürfte es sich um die bedeutendste Oper der Jetztzeit handeln. Der jüdisch-polnische Komponist Weinberg greift in seiner „Passagierin“ das schwärzeste Kapitel in der deutschen Geschichte auf: den Holocaust und die Gräuel in den Konzentrationslagern.

Mit bewundernswerter musikalischer Virtuosität, packender Brillanz und großem Einfühlungsvermögen vertont Weinberg die Geschichte der ehemaligen KZ-Aufseherin Lisa, die Ende der 1950er Jahre auf einer Schiffsreise nach Brasilien in einer mitreisenden Passagierin einen einstigen weiblichen Auschwitz-Häftling, Marta, zu erkennen glaubt. Diese Begegnung ruft in ihr qualvolle Erinnerungen an die Zeit im Konzentrationslager wach. Das Werk stellt einen stark unter die Haut gehenden, beklemmenden Kontrapunkt gegen das Vergessen dar, ein flammendes Plädoyer gegen jede Art des Verdrängens mit den Mitteln des Musiktheaters.

 

Untersuchungen von Weinbergs Werk gibt es bislang noch nicht. Angesichts des immensen thematischen und musikalischen Reichtums der „Passagierin“ ist eine solche aber dringend geboten. Die vorliegende Analyse will dazu beitragen, das Verständnis der Oper zu fördern. 

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