Weißer Tee

Weißer Tee

Weißer Blattknospen-Tee Yin Zhen

Yin Zhen Weißtee auf Schaufel mit Vorratskrug im HintergrundDie fein behaarten Blattknospen, der weiß-silbrige Flaum auf Blättern und Tips stehen durch sein äußeres Erscheinungsbild Pate für die Namensgebung dieser Teegruppe und nicht dessen Aufgussfärbung: diese liegt zwischen hellgelb und beige.
Geschmacklich dem grünem Tee nicht unähnlich doch wesentlich feiner und subtiler, besteht eine wichtige Abweichung in der Teeverarbeitung, dass die Blätter und Knospen nahezu gänzlich unbehandelt bleiben.
Er wird lediglich auf großen Sieben ausgebreitet und an der Luft bei indirektem Lichteinfluss vorsichtig getrocknet und fortgesetzt gewelkt, bevor er gegen Ende des Fertigungsprozesses noch einmal kurz erhitzt wird, um damit abschließend einer weiteren Fermentation des Pflückguts entgegen zu treten. So erhält Weißer Tee während des langwährenden Welkprozesses geringfügig eine Teil-Oxidation im Unterschied zu Grünem Tee.
Die Sorgfalt dieses Prozesses bei umsichtigen Einsatz der speziell notwendigen Hitze garantiert bei den hochangesehenen Tees den Erhalt seiner vielen wertvollen Inhaltsstoffe.
Das Hauptanbaugebiet und die Masse der Weißtee-Produktion erfolgt in der Provinz Fujian im Südosten von China. Der wohl auch hier am populärsten ist der Bai Mu Dan oder auch Pai Mu Tan,
zu deutsch Weiße Pfingstrose. Bestehend aus Blattknospe und ersten bis dritten Blättern ist dieser Tee üblicherweise in guter, aber nicht überragender Qualität erhältlich, da er recht kommerzialisiert ist. Mittlerweile fast ebenso bekannt und begehrt ist der weitaus edlere Yin Zhen zu deutsch Silbernadel oder auch Silvery Pekoe, eine Pflückung und Verarbeitung speziell ausgesuchter Blattknospen ohne weitere Blätter.
Der große Aufwand bei niedrigem Pflückertrag ist neben der raffiniert unnachahmlichen Tasse ein Grund der partiell extrem hohen Preise für diesen Tee.

 


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Sindhupalchowk_White_Buds_019

Die Plantage wurde jüngst rekultiviert, um der Bevölkerung in Sindhupalchowk nach dem Erdbeben in Nepal Lohn und Brot zu geben. Komplett manuell hergestellt: handgepflückt, handgerollt, handverlesen – ein absoluter Glücksfall. Ein sehr weiches, vollblumiges Aromaprofil, welches an den Duft einer in voller Blüte stehenden Sommerwiese erinnert. Daneben entwicklet sich eine feine Würzigkeit, einem Kunden assozierte für sich Misu. Diese salzige Würze zeigt sich jedoch nicht geschmacklich übergreifend, die Blumigkeit, Farben von Gräsern dominieren und schaffen in der Gänze ein außergewöhnliches Tee-Erlebnis von übrigens deutlich nachhaltiger Wirkung! Hier habe ich mich der gesamten Partie ermächtigt, klein ist sie sowieso, doch ist guter Weißer Tee selten einer, der mich überzeugen konnte. Dieser tut es.


Sindhupalchowk_White_Buds_025

 

28,00 / 100 g *
Versandgewicht: 175 g

Lagerbestand: 1,650 g

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Obwohl sie nicht zu meinen Teefavoriten zählen, so weiß ich um die Notwendigkeit und eben auch Qualität dieser Teeverarbeitung: Weißer Tee ist zwar ein von mir eher selten goutierter Tee, nichts destotrotz, wenn es denn so sein soll, dann bitte keine Schwachmaten, wenn ich mir diese Formulierung erlauben darf. Ich meine damit, dass leider zu viele alte Partien  Weißen Tees sich auf dem Markt tummeln und passiert im Handel doch glatt weg, dass einem so ein überlagerter Weißtee als einer mit besonders sanfter Note lobend angepriesen wird. Blödsinn, sage ich! Weißer Tee wirkt nur deshalb sanft, weil diesem Tee auf Grund von Verarbeitung und vor allem Sortierung Gerbstoffe fehlen müssen. Die Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem ist deshalb zurückhaltend. Zunächst jedenfalls, denn der Koffeinanteil jedoch, welchen wir vor allem in den Blattknospen vorfinden, dieser ist gerade bei Weißtee üppig: die Sortierungen zeigen nicht selten reine Blattknospenpartien und selbst der als Blend produzierte Bai Mu Dan (oder Pai Mu Tan), zeigt je nach Gradierung in verschiedener Dichte sich tummelnde Blattknospen mit ihrem typisch silbirg-grauen Flaumbewuchs. So viele meine Kunden mich als japanophilen Teemenschen zu kennen meinen, guter Chinesischer Tee ist auch für mich eine Wonne! Und Weißer Tee ist in der Lagerung recht sensibel, dass ich von meinem Angebot vergangener Jahre einer Kistenware überdenkend wieder zurück zu Kleingebinde gekommen bin - der Tee bleibt so länger frisch. Wenn Sie im Handel gerade Weißen Tee kaufen, riechen Sie unbedingt an der Partie!
So jetzt aber zu meinem Angebot: eine Premium-Sortierung eines Bai Mu Dan, man kann sie Superior, Premium oder sonst wie nennen, bei mir heißt es jetzt 1. Grade. Die Sortierung zeigt viele Tipps (nicht zu viele, was ich immer etwas verdächtig finde...) und im Anwelken des Pflückguts ist ein sehr großer Anteil grüner Blätter verblieben. Der Tee riecht nicht nur fruchtig, ein wenig nach Pfirsich und hellen Trauben. Leicht dank fehlender Gerbstoffe und doch vitalisierend dank des hohen Koffeingehalts setzt sich eine sanfteanschwellende "Erweckung" ein - reizvoll, wirklich! Ich präferiere ja in seiner Dichte und Präsenz den Japanischen Tee, doch gestehe ich sehr wohl die Qualität jenes Bai Mu Dan ein.
Als Tee beste Alltagskost, fein-nuanciert dabei nachhaltig und ergiebig, selbst einem dritten Aufguss sollten Sie eine Chance geben.


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Bai Mu Dan 1.Grade Bai Mu Dan 1.Grade

 

9,00 / 100 g *
Versandgewicht: 130 g

Lagerbestand: 3,500 g

Endlich, das Warten hat sich gelohnt, eine wunderbare Partie und das eigentlich nur, weil ich mich etwas beschwerte:... "ich möchte keinen Shou Mee sondern Pai Mu Tan oder Bai Mu Dan. Bitte erfragen Sie wirklich grüne Chargen dieses Weißtees und nicht schon so weit oxidierte Sortierungen." So in etwa formulierte ich mein Anliegen und, das ist jetzt wirklich Lob auf den Großhandel, man nahm mein Anliegen ernst, zumal mittlerweile erkannt wird, daß Qualität mich mehr überzeugt als ein Schnäppchen, wie auch immer das in diesem Kontext überhaupt Sinn macht. In Bemusterung mit jenem Tee zeigte sich für mich eine seit Jahren beste Bai Mu Dan Sortierung, die mir und auch Ihnen untergekommen sein sollte. Ich bin über dessen Brillanz und Verve schier aus dem Häuschen, trotz der innewohnenden Leichtigkeit von Bai Mu Dan - die Aufgussfreudigkeit ist überdurchschnittlich, der zertifizierte Bio-Anbau bietet auf jeden Fall drei Infusionen. Es sind vielleicht ein Grad weniger Blattknospen als beim Guan Fu, die Sortierung der Blätter ist aber unübersehbar grüner.
Das Welken bei jedem Weißtee und so auch beim Bai Mu Dan führt zu einer leichten Oxidation, wohl nicht vergleichbar mit Oolongtee, aber sie ist durchaus spürbar und ist gleichsam Charakter bildend. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie auf eine relative Einheitlichkeit der Blätter legen und diese ist erfreulicherweise in Oxidationsgrad (wenig) und Sortierungsqualität geglückt.
Die Ergiebigkeit und Unkompliziertheit erheben ihn zur besten Wahl für den gehobenen Alltagstee.

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Wuhan Bai Mu Dan 1.GradeWuhan Bai Mu Dan 1.Grade
9,00 / 100 g *
Versandgewicht: 135 g

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