Taiwan Minggu Dongding Premium Oolong

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Taiwan_Minggu_Dongding_Premium_Oolong_04Dies könnte eine etwas längere Geschichte werden, denn schließlich handelt es sich um den ältesten Spitzentee in meinem Sortiment. Und es ist hier mal nicht ein Japanischer Grüntee sondern ein Oolong aus Taiwan.
Ein Vierteljahrhundert begleitet mich dieser Tee, wobei es eine Pause von ein paar Jahren gab. Dies geschah auf Grund eines Wechsels in der Bewirtschaftung, der Übergabe der Geschäfte von der Mutter auf den Sohn, und von da an veränderte sich der Tee etwas. Der Tee wurde nicht schlechter, er wurde einfach anders. Nicht viel, jedoch im Detail merklich, jedenfalls für mich. Aus heutiger Betrachtung glaube ich, daß es diese Pause gar nicht nötig gehabt hatte. Es ist nicht überheblich zu sagen, daß die leichte Differenz im Geschmack auch als Folge von Witterung kommuniziert hätte werden können, ohne die Kunden auf die persönlich andere Verarbeitungsästhetik des neuen Bauern zu lenken - braucht es immer so viele Informationen, hätten es der Kunden überhaupt bemerkt?
Auf jeden Fall: immer so viel Input, daß der Teeliebhaber erkennt, warum der Tee einem so gefällt (oder auch nicht gefällt!), im Geschmack, im Duft und auch durch die spezielle Zubereitung selbst. Jedoch, es gibt spezifische Umstände oder Einzelheiten, die nicht zwangsläufig einen Mehrwert im Genuss eines Tees darstellen. Davon bin ich bis heute überzeugt.
Heute, nach Jahren, bin ich zu der Einsicht gelangt, daß es nicht unbedingt ein Fehler war, den Tee auszusetzen. Es war schlicht unnötig. Die Einzigartigkeit seiner Verarbeitung in der Gruppe der Oolongs blieb bestehen, der Hauptcharakter des Tees hat sich nämlich bis zum heutigen Tag nicht verändert: es sind die Büsche, der Boden und natürlich die traditionelle Methode der Verarbeitung. Daß der Sohn den Tee etwas anders machen wollte - warum nicht?
Taiwan_Minggu_Dongding_Premium_Oolong_07Die Rede ist - und Sie sind ja in der Artikelbeschreibung selbst - vom Minggu Dongding, dem klassischen Oolong der Familie Liu. Vor einem Jahr nun kam ich wieder auf die Idee einer quasi Reanimation und musste fast beschämt feststellen, was ich eben gerade versucht habe zu schreiben: warum nur habe ich den Tee nur ausgesetzt?
Unter den Dongding Tees nimmt er nämlich eine gewisse Ausnahme ein: er ist relativ wenig oxidiert und die Röstung erfolgt nicht über Holzkohle sondern im Ofen und das nur dezent. Das Ergebnis zeigt eine weiche, mandelmilchige Tasse, grasige und feinminzige Reflexe lugen dahinter hervor, ungemein elegant. Jedoch, der Minggu Dongding ist unauffällig, brilliert nicht - es ist ein einfach gut gemachter Hochland- Oolong aus Zentral-Taiwan.
Der Tee gefiel mir deswegen auch so, da sein Säuregehalt nicht so präsent ist wie bei ähnlich wenig oxidierten Oolongs, Yu Shan, Li Shan und dergleichen. Der ebenfalls von dem Bauern gemachte Shanlin shi hat ebenso diesen erhöhten Säurekomplex, weswegen wir in der Gongfu Cha recht die kurzen Ziehzeiten zu Beginn einhalten sollten.
Es ist nun eine beschlossene Sache in mir: der Tee wird ab sofort wieder zum Basissortiment der Spitzen- Oolongs gehören. Denn es gehört sich so!


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