Drucken

Geschichtliches

30/06/2016 - Geschichtliche Hintergründe

Geschichtliche Hintergründe

Die ersten Funde eines Zugtiergeschirrs stammen aus der Zeit weit vor Christi Geburt und sicher hat es auch im Anschluss immer wieder verschiedene Varianten gegeben. Doch wirklich innovativ und durchdacht wurde das Geschirr erst im Mittelalter.

Erste Formen des Kummets gab es bereits im Frühmittelalter. Erst im Hochmittelalter um 1000 nach Chrstus arbeiteten die Menschen das ovalförmige Geschirr für Zugtiere weiter aus. DieLandwirtschaft stellte für viele Menschen im Mittelalter die Lebensgrundlage dar. Gute Zugtiere waren teuer und wichtig, nur mit den Tieren konnte eine gute Ernte vom Feld eingebracht werden.

Vor der Zeit des Kummets verwendeten Bauern häufig einfache Lederriemen. Diese scheuerten auf dem Fell der Tiere, wodurch diese oft wund wurden und nicht täglich auf dem Feld arbeiten konnten. Durch die verbesserte und ausgereifte Form des Kummets verteilte sich die Zuglast gleichmäßig auf die Schulterpartie des Tieres.

Aus Holz, Stroh und Leinen angefertigte Kummets schonten die Tiere. So erwirtschafteten die Bauern größere Erträge in kürzerer Zeit. Das teure und edle Lederkummet war den Pferden der Reichen vorbehalten. Noch heute wird diese Art des Kummet eingesetzt.

Der Ochse wurde zwar nicht völlig verdrängt, wurde aber auf den meisten Feldern durch das Pferd ersetzt, dessen Leistungsfähigkeit 50% höher war als die des Ochsen. Die ab dem 9. / 10. Jahrhundert übliche Beschlagung der Pferde mit Hufeisen trug ebenfalls zu einer wesentlichen Beschleunigung der landwirtschaftlichen Arbeit bei.

Foto Quelle wiki-mittelalter