Sprickmann, Anton M.; Boie, Heinrich Ch.: "... ewig in diesem Himmel die Hölle leiden". Briefwechsel


Sprickmann, Anton M.; Boie, Heinrich Ch.: "... ewig in diesem Himmel die Hölle leiden". Briefwechsel

Artikel-Nr.: 978-3-89528-691-9

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Mit Anton Mathias Sprickmann (1749-1833) und Heinrich Christian Boie (1744-1806) rückt die vorliegende Publikation zwei Protagonisten in den Blickpunkt, die die „Sturm und Drang“-Jahre der deutschen Literatur maßgeblich mitgeprägt haben. Während für den in Münster ansässigen und als Jurist tätigen Sprickmann in den 1770er Jahren das eigene literarische Schreiben und die Verbindungen zu anderen jungen Autoren sowie zum Literaturzentrum Göttingen von existenzieller Bedeutung waren, wirkte der aus Meldorf (Dithmarschen) stammende Boie als Herausgeber des „Göttinger Musenalmanachs“ und des „Deutschen Museums“ vor allem als Vermittler, Organisator und Publizist für die junge Dichtergeneration.

Mit Boie und Sprickmann treten zwei Personen in Briefkontakt, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Auf der einen Seite der als stetig, ruhig und besonnen beschriebene Senior des „Göttinger Hainbundes“ Boie, dem ein „genügsames, leidenschaftsloses Leben“ attestiert wurde, auf der anderen Seite der impulsive, leidenschaftliche, fast maßlose Gefühlsmensch Sprickmann, der an innerer Zerrissenheit und literarischer Obsession litt wie kaum ein anderer. Diese Verschiedenartigkeit der Charaktere und der Lebensumstände war – neben den gemeinsamen literarischen Interessen – eine Triebfeder des Briefwechsels.

Der vorliegende Band versammelt mit insgesamt 67 Briefen alle heute noch vorhandenen Korrespondenzzeugnisse, die zu größeren Teilen bisher noch unbekannt sind und hier erstmals im Zusammenhang publiziert und kommentiert werden. Dabei sind für diese Publikation die Briefe Sprickmanns, die nach 1945 als verschollen galten, in der Krakauer Jagiellonski-Bibliothek „wiedergefunden“ worden. Die Kommentierung und Auswertung der Briefe hat zahlreiche neue Erkenntnisse insbesondere für die Sprickmann-Forschung zu Tage gefördert. Aber auch die Publika­tionsgeschichte des „Deutschen Museums“ ist durch viele Details klarer konturiert als zuvor. Zu den wichtigsten neuen Erkenntnissen gehört der Nachweis von mindestens vier bisher nicht bekannten bzw. für verloren gehaltenen Dramen Sprickmanns, darunter das 1777 entstandene und offensichtlich als Manuskript wieder vernichtete Lustspiel „Sir Samson“.

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