Was ist Iontophorese?

Was ist Iontophorese?

 

Iontophorese als Dauerbehandlung bei starkem Schwitzen.

Erhöhte Schweißneigung an Füßen, Händen und Achselhöhlen ist für viele Betroffene oft sehr unangenehm. Die Iontophorese hat sich in diesem Fall als wirkungsvolle, kostengünstige, sichere und leicht anwendbare Therapieform bewährt.

Die Iontophorese-Behandlung der Hyperhidrosis manum et pedum ist eine physikalische Anwendung. Sie wurde erstmals 1952 von Bouman und Grunewald-Lentzer beschrieben. Gleichstrom bewirkt einen Ionentransport durch die Haut. Kunststoffwannen werden mit lauwarmem Wasser gefüllt bis die hyperhidrotischen Hand- oder Fußflächen gerade benetzt sind. Der Strom fließt durch Elektrodenplatten, der über Drucktasten, bzw. Fußschalter bis zu einem Maximum von 25 mA hochgeregelt werden kann.

Der Stromwert sollte jedoch nur so hoch gewählt werden, dass die Be handlung nicht als unangenehm empfunden wird. Individuell abgestimmt kann das Bad zwischen ca. 15 - 20 Minuten dauern. Da der Anode empirisch eine stärkere Wirksamkeit nachgesagt wird, sollte nach der Hälfte der Behandlungsdauer umgepolt werden. Die gewünschte Wirkung, d.h. die Hemmung der Schweißdrüsenfunktion, tritt in den meisten Fällen nach etwa 10-20 Behandlungen ein. Wir empfehlen, die Behandlung bis zur spürbaren Schweißhemmung täglich durchzuführen und diese anschließend zur Erhaltung des Behandlungserfolges regelmäßig, jedoch mindestens einmal pro Woche, zu wiederholen.


Zusätzliche Heilungs-Effekte

Neueste wissenschaftliche Tests haben außerdem gezeigt, dass dieses Verfahren auch bei gramnegativem Fußinfekt, dyshidrotischen Ekzemen, Pustulosis palmaris et plantaris, Akrozyanose und Arthrosis zu den gewünschten hervorragenden Therapie- Effekten führen kann.
Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt:
– wenn Sie unter Herzrhytmusstörungen leiden,
– schwanger sind,
– Herzschrittmacher oder Endoprothesen verwenden.


Kassenärztliche Abrechnung bzw. Privatliquidation:

Im Idealfall sollte die Iontophorese Therapie selbstverständlich durch den behandelnden Arzt eingeleitet werden. Wenn sich der Patient mit der Methode vertraut gemacht hat, sowie nach Einsetzen des Therapieerfolges, ist in vielen Fällen der Übergang zur Erhaltungstherapie als Heimbehandlung zweckmäßig. Im weiteren Verlauf sollte dann die Iontophorese-Therapie unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle (z. B. vierteljährliche Abstände) fortgeführt werden. Die Behandlung kann mit der Krankenkasse unter Ziffer 552 (Iontophorese) abgerechnet werden.


Verordnung von Heimgeräten:

Bei Kassen- und Privatpatienten ist ein begründeter Antrag auf Kostenübernahme an die Krankenkasse zu richten. In entsprechenden Fällen wurden unsere Heimgeräte in vollem Umfang von der Krankenkasse übernommen.