Untergrund für Kunstrasen

Untergrund für Kunstrasen

Untergrund für Kunstrasen

Was ist ein guter Untergrund für Kunstrasen?

Für einen Kunstrasen Untergrund werden verschiedene Bezeichnungen verwendet, wie Unterbau, Fundament, Erdarbeit und auch der englische Begriff Sub Base taucht regelmäßig auf. Im Prinzip handelt es sich alles um dasselbe. Für das beste Ergebnis muss der Kunstrasen auf einen Untergrund gelegt werden, der stabil, tragkräftig, eben und ausreichend wasserdurchlässig ist. Der Aufbau kann deswegen in hohem Maße mit dem Untergrund von Zierpflasterung verglichen werden. Selbstverständlich gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die “Beste” ist nicht ohne weiteres zu benennen, es hängt auch von der zukünftigen Nutzung und der jetzigen Situation des Grundbetts ab. Untenstehend werden die am häufigsten vorkommenden Untergründe von Kunstrasen näher beschrieben.

(Wenn es sich um einen bestehenden Rasen handelt, muss er selbstverständlich erst abgegraben und abtransportiert werden)

Kunstrasen auf Sand verlegen

In vielen Fällen ist ein Sandbett mit gelbem (sog.) Künettensand (Pflastersand bzw. Straßenbauersand) von 10 bis 15 Zentimeter ausreichend. Die Dicke hängt von der örtlichen Bodenbeschaffenheit ab. Auf einem schlecht wasserdurchlässigen Lehmboden wird beispielsweise eine etwas dickere Schicht angelegt werden müssen, als auf einem Boden, der Wasser gut abfließen lässt.

Ausschlaggebend für das Ergebnis ist, dass der Sand sich gut setzt und so die gesamte Luft aus dem Sandbett entweicht. Beispielsweise durch Besprengen und danach gut festklopfen und ebnen. Anschließend kann auf diesem Sandbett der Kunstrasen angelegt werden. Ein Sandpaket sackt selbstverständlich eher, als ein festes Fundament aus beispielsweise Sand-Zement (siehe die folgenden Absätze).

Eine etwas teurere Variante ist der Brechsand. Es ist eigentlich kein Sand, sondern Kies, der fein gemahlen (gebrochen) ist bis zu Sand. Durch die eckigen Formen ist er ein festerer Untergrund als Pflastersand. Verwenden Sie lieber keinen Füllsand, der ist häufig nicht genügend wasserdurchlässig.

Verhärteter Untergrund für Kunstrasen

Ein verhärteter Untergrund ist ein Untergrund, der durch die Verwendung von gebrochenem Schotter, auch Mischgranulat genannt, stärker belastet werden kann. Dieser Typ Fundament wird auch unter Auffahrten und Wegen verwendet. In diesem Fall besteht der Untergrund aus 2 Schichten, der Unterschicht aus gebrochenem Schotter und einer dünnen Verarbeitungsschicht aus Sand für das Glätten. Die Dicke der Schottergrundlage variiert zwischen 8 und 15 cm, die Verarbeitungsschicht zwischen 2 oder 4 cm. Dieser Untergrund ist verwendbar, wenn der Rasenteppich schwer belastet wird.

Eine derartige Anlage kann mit Lava (Lavakörnern) gemacht werden. Lava hat den Vorteil, dass es leicht ist, was für die Anlage von Rasenteppich auf einer Dachterrasse oder in einem Dachgarten vorteilhaft ist. Ein weiterer Vorteil von Lava ist außerdem, dass es häufig in einer feineren Gradation als gebrochener Schotter bestellt werden kann (zum Beispiel 0-8). Dadurch kann das Fundament aus einer Schicht aufgebaut und verarbeitet werden. Wenn Sie keine Erfahrung mit der Anfertigung dieses Typs Fundament haben, empfehlen wir Ihnen, einen Spezialisten zu beauftragen.

Des Weiteren werden Fundamentmaterialien angeboten wie Kesselsand (stammt von Kraftwerken) und Steagran (Schmelzkammergranulat aus Hochöfen). Die sind Materialien, die von Bauunternehmen und Spezialisten verwendet werden. Der funktionale Wert ist häufig derselbe. Mehr Informationen können Sie sich am besten beim Lieferanten einholen.

Kunstrasen auf Sand-Zement (sieben Teile Sand auf einen Teil Zement)/ Stabilisé

Ein häufig verwendetes Fundament, vor allem in Belgien, ist Sand-Zement (dort auch Stabilisé genannt). Bei diesem Untergrund für Rasenteppich wird Sand mit Zement gemischt. Das Verhältnis zwischen Sand/Zement ist äußerst wichtig. Wenn zu viel Zement verwendet wird, ist der “Stabilisé“ nicht mehr ausreichend wasserdurchlässig. Auch das Anlegen und Glätten des “Stabilisé“ ist eine schwierige Aufgabe. Die Herstellung eines Fundaments aus Sand-Zement ist somit auch Arbeit für Fachleute. Gut angelegt ist dies allerdings eine perfekte Grundlage, weil es nicht mehr einsackt und vielen Belastungen standhält.