Eine Informationssystem-Infrastruktur für das Therapeutische Drug Monitoring


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Eine Informationssystem-Infrastruktur für das Therapeutische Drug Monitoring

von Anton Köstlbacher


(Schriften zur Informationswissenschaft; Bd. 61)


August 2012, Hardcover, 188 S., 70 meist farb. Abb.


ISBN 978-3-86488-019-3, 27,90 € (D), 26,68 € (A), 35,90 CHF


Als Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) bezeichnet man die labormedizinische Methode der Messung von Wirkstoffspiegeln im Blut von Patienten zur Überwachung einer Arzneimitteltherapie. Die Methode kommt dann zur Anwendung, wenn bei der Behandlung Medikamente eingesetzt werden, welche ein sehr schmales therapeutisches Spektrum haben oder starke Nebenwirkungen verursachen können, in jedem Fall also sehr genau dosiert werden müssen. Als Ergebnis einer Messung im TDM erhält man einen Konzentrationswert des Wirkstoffs im Blut des Patienten. Dieser Wert bedarf der Interpretation durch einen Experten, da die Höhe der Konzentration eines Medikaments im Blut durch zahlreiche Parameter, wie zum Beispiel Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, beeinflusst wird.


Unmittelbare Ziele der Arbeit sind die Verbesserung der Qualität und die Erleichterung der Erstellung von Laborbefunden durch die Automatisierung von Routineprozessen und die Zurverfügungstellung der notwendigen Informationen für den Befundersteller an der passenden Stelle und zur richtigen Zeit.


Zu diesem Zweck wurde eine Informationssystem-Infrastruktur entwickelt und mit Semantic-Web-Technologien verknüpft. Die Arbeit beschreibt die Planung, Umsetzung und Nutzung der drei ineinandergreifenden Informationssysteme: Eine Wechselwirkungsdatenbank für Psychopharmaka (PsiacOnline), welche auch eigenständig verwendet werden kann, ein semantisches Wiki (OpenDrugWiki) als pharmakologische Datenbasis und ein spezifisches Laborinformationssystem für TDM-Labore (Konbest), mit welchem die eigentliche Befunderstellung vorgenommen wird.


Die vorliegende Arbeit zeigt, dass die Interpretation von Wirkstoffkonzentrationen durch die geschaffenen Informationssysteme wesentlich unterstützt und die Befunderstellung damit verbessert und beschleunigt werden konnte. Die Informationssysteme werden in zahlreichen Kliniken im deutschsprachigen Raum produktiv eingesetzt.

 

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