China

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Mit Sicherheit ist der Bekanntheitsgrad Chinesischer Schwarztees nicht mit dem anderer Anbaugebiete zu vergleichen. Und gerade auch in China selbst führen sie nur ein Schattendasein.
Nichtsdestotrotz gibt es nicht nur Klassiker, die jeden Haushalt bereichern, sondern mehr und mehr Spitzenpflückungen, die sich in Verarbeitungsqualität nicht vor den Besten aus Darjeeling zu verstecken brauchen. Und die Bezugspreise erzählen ein übriges.


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Hong Cha Mao Feng Mittlerweile werden Gute Chinesische Schwarztees mehr und mehr als Feinkost wahrgenommen. Endlich muss ich sagen, endlich bleibt es nicht nur ein paar wenigen vorbehalten, Ihrem Genuss zu frönen. Schwarzer Tee aus China heißt jetzt denn auch Alltag, Alltag in dem Sinne von Alltag mit Anspruch. Mein Sortiment trägt dann zur Zeit mehr Varianten von Chinesischen Schwarztees denn Assampartien. In Vielfalt und Verarbeitungsqualität  treibt das Chinablatt immer interessantere Blüten als mir die tropischen Anbauregionen anbieten können. Ich bedaure dies, denn ich weiß, es ginge auch anders. Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann zum letzten mal ich mich für einen Ceylon- oder Assamtee innerhalb meines Newsletters begeisterte. Das nur so nebenbei, komme ich lieber zum Angebot: der Dian Hong Mao Feng Golden Tip, aus Yunnan übrigens, zeichnet ungewöhlich fruchtige Tiefe. Gespült erinnern mich die feuchten Blättern an kandierten Obst. Der für Yunnan typische Holz/Tabakton kombiniert gedörrte Früchte, Rosine und Aprikose, ist weich, sanft und erlaubt ein langes Ziehenlassen, 5 -6min sind geboten (eigentlich geht es auch länger...), die Zunge wird sich nicht beschweren. Der Tee bleibt immer ohne Schärfe, so tief die Tasse sich auch entwickelt, sie entgleitet denn aber auch wieder nicht, eine feine authentische Würze verbleibt konstant. Neben einem langen Ziehenlassen des Pflückguts habe ich eine weitere Form der Zubereitung für mich gewonnen, welche mit deutliche mehr Blättern, einem graduell längeren Spülvorgang und einer reduzierten Ziehzeit von 2,5  - 3min zu einem mehr brillanten Auftritt des Golden Tip führt und zu weiteren Aufgüssen einlädt.


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Hong Cha Mao FengHong Cha Mao Feng
9,50 / 100 g *
Versandgewicht: 130 g

Lagerbestand: 4,150 g

Dieser Tee aus dem Südwesten Chinas ist ein Klassiker unter den Schwarzen Tees. Noch subtropisch gewachsen zeigt er schon deutlich mehr Kraft als sonstige Verwandte aus dem Reich der Mitte. Mit viel Süße und Duft von Trockenfrüchten zeichnet er ein unverkennbares Bild. Der ausgewogene Gerbstoffanteil macht ihn für mich dem Assam-Blatt überlegen und in Kraft zieht er nahezu gleich auf. Nach langem Hin und Her mit Musterlieferungen und ständigem Abwägen ob oder eben nicht, habe ich mich ganz impulsiv für diesen Tee, für diese Partie entschlosen. Den Yunnan Black auf den letzten Preis von € 3,- zu halten, ließ nach etlichen Mustern eben erkennen, daß für Sie der Tee dann immer mäßiger und schlechter werden würde. Fast schon am verzweifeln ergab sich ein wahrer Glücksgriff, eine Partie, die ich mir habe sichern lassen, da sich da eine doch unerwartete Qualität offenbart - sie erhalten einen ausgezeichneten Alltagsstandard, welcher mit langem Nachhall und fast honigartigem Duft jede neue Tasse, jede geleerte Kanne zum Vergnügen werden lässt. Und so darf Alltag ja dann auch mal sein, ein sich stets freundlich zu wiederholender Genuss, oder?

4,00 / 100 g *
Versandgewicht: 150 g

Lagerbestand: 23,050 g

Qimen Mao Feng

Nicht der Schwarztee aus Yunnan ist der am höchst angesehene in China, es ist der Keemun Tea aus Anhui. Qimen benannt nach der Provinzhauptstadt, hier in Erscheinung für viele eventuell etwas ungewohnt eine Mao Feng Sortierung mit großen Blättern. Dieser Tee ist ein Klassiker und es ist ebenso schwierig für ein Ausverkauf, einen ebenbürtigen Ersatz in Qualität und Preis zu finden. So stark dunkelsüßlich blumig und toastig, fast aufdringlich im Duft, so generell mild ist die Tasse, ja es gilt als einer der bekömmlichsten Schwarzen Tees überhaupt. Die empfohlene Ziehzeit liegt bei mir pauschal immer bei mndestens 5min, mehr schadet dem Gaumen nie.

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Nicht-EU-Landwirtschaft


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Qimen Mao Feng
7,00 / 100 g *
Versandgewicht: 135 g

Lagerbestand: 950 g

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Nach Bemusterung der beiden Tees des Lu Bao Shi und dem Yué Gong ergab sich für mich eine berechtigte Frage, welche ich nämlich meinem Lieferanten, Herrn Wang, stellte und er dann auch bejahte: ja, es sei die gleiche Plantage - die Smaragdperlen, der Lu Bao Shi und der Neuzugang Yué Gong Hong Cha, welcher den Beinamen Roter Herbstmond trägt, entstammen beide dem gleichen Anbau. Der Smaragdtee ist als Grüntee eine Ernte des Frühlings und der Yué Gong eine Verarbeitung aus dem Sommer und dies zum Schwarzen Tee. Es ist ausgesprochen selten, Tee aus gleichem Ursprungsland oder Region in unterschiedlicher Verarbeitung anzubieten. Vor Jahren gelang mir dies nur für kurze Zeit, einen Weißen- und Schwarzen Tee von ein und dem selben Teebauern aus Taiwan anbieten zu können - dieses Fenster war zeitlich so knapp geöffnet, daß es wohl kaum meinen Kunden aufgefallen sein könnte. Jetzt werden diese beiden Partien des Lu Bao Shi- und Yué Gong- Tees, so ich hoffe, Ihnen parallel lange Zeit erhalten bleiben. Der Yué Gong - wirklich verblüffend identisch in der Verarbeitung, eingerollt nur eben als Schwarztee - ist in Betrachtung mit den Klassikern im Schwarzteesortiment Chinas, Yunnan und Keemun (Qimen), wie eine Verschmelzung beider. Die Frucht des Qimen findet sich im Yué Gong überaus deutlich, hingegen das Toastige des Qimen so gut wie gar nicht – eine röstige Nuance entlockt man diesem Tee nur dann, wenn man entgegen meiner Empfehlung die Temperatur in der Zubereitung höher ansetzt. Das oftmals Malzige eines delikaten Dian Hong Tee aus Yunnan erdet den Tee aus Yunnan, im Yué Gong aus Guizhou offenbart es sich ähnlich einem dunklen Ahornsirup der Extraklasse, wobei die Trockenfrucht von Aprikose oder Feige des Yunnan entfällt. Der Rote Herbstmond lässt keinen Schwarzteeliebhaber kalt, denn wie ich finde gelingt es ihm ebenso Assamliebhaber auf seine Seite zu ziehen wie natürlich die Freunde Chinesischer Schwarztees. Der Smaragdtee ist als eine herausragende Sortierung bekannt und desgleichen natürlich der Yué Gong. Er zieht somit gleichauf mit dem Da Long Zhu aus Yunnan. Der Rote Herbstmond wird lang gezogen sirupartig schwer, von Süße, die leichte Bitternis erlaubt, aber keine Herbheit ergibt.


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Roter Herbstmond
15,00 / 100 g *
Versandgewicht: 140 g

Lagerbestand: 4,600 g

Xiang Hong Luo

Als ich vor einer Woche das Muster erhielt, kam sofort die Erinnerung an Tanyang Panyong wieder hoch, einen berühmten Schwarztee aus Fujian – ich nehme mal an, die Machart, die Verarbeitung ist Vorbild für einige der Vorzeigesortierung aus dem Schwarzteesortiment Chinas. Der Xiang Hong Luo zeigt für mich wieder mal deutlich, mit welchem elementaren Vorsprung Chinesischer Tee, gerade Schwarzer Tee, eigentlich jede Blattsortierung anderer Anbaugebiete auf die hinteren Ränge verdrängt. Die Verarbeitung ist immer akurat und nur selten erreicht beispielsweise ein Darjeeling solch eine filigrane Verarbeitungsqualität gekoppelt mit einer klaren geschmacklichen Disposition. Das Einzige ist, daß eine sehr lange Tradition in der Verarbeitung, Schwarzen Tee aus China geschmacklich enger fasst, die Verspieltheit in der Verarbeitung nicht an die von Grünen- oder besonders Oolong Tee heranreicht, wobei mir das bekannte Angebot mehr als genügt. Doch komme ich jetzt noch mal auf meinen Tee im speziellen zurück: malzige Röstsüße, eine ähnliche Trockenfrucht wie Rosine, Aprikose und einen hervortretenden Ton von stark kakaohaltiger Schokolade. Im Aufguss eine bestechende Cognacnote, welche bei gewählter langer Ziehzeit von jener sämigmalzigen Farbe umschlossen wird. Ein ausgezeichneter Tee, welchen Sie bei leicht erhöhter Dosierung auch ein zweites mal aufgießen können.


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Xiang Hong LuoXiang Hong LuoXiang Hong LuoXiang Hong Luo


 

 

15,00 / 100 g *
Versandgewicht: 175 g

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1,5 -2g Kugel

Black Dragon Pearls Unbedingt zu betonen sei, "Black Dragon Pearls", denn Kenner des Begriffs Dragon Pearls erinnern zu Recht einen gerollten Jasmintee, was dieser hier nun wirklich nicht ist. Ohne in Schleichwerbung zu verfallen, erinnert hat mich der Tee in Trockenmasse, sein Duft von dunklem Malz irgendwie auch an Ovomaltine, genau genommen an die dunkle Variante, welche ich aus der Schweiz kenne. Ach, im Grunde ist das unwichtig: der Tee hat einen dunkel-malzigen Duft, das wollte ich sagen. Auch eine gewisse Nougatnähe will ich nicht abstreiten. Die Tasse ist gehaltvoll im Aufguss und gewinnt deutlich bei längerer Ziehzeit, zwischen 4 und 4½min mundet er mir am besten. Die Tassenfarbe zeigt für einen Yunnantee auch bereits die für bessere Sortierungen übliche vom bräunlichen hin zu einer rötlich leuchtenden Ansicht. Die kompakte Geschlossenheit des Tees ohne die Bitternis eines Tropentees - das schätze ich sehr, doch Vorsicht, der Tee hat nachhaltige Kraft! Das für mich auch Verblüffende war aus einer Art verspielter Zubereitung entstanden, die Verarbeitung bot ja genau das an: die Kugelform - so experimentierte ich ein wenig in die Richtung und trank vom aufgegossenen Blatt aus dem Gaiwan, der Deckeltasse. Es geht sehr wohl, gerade die gebundene Form lässt die Blätter länger geschlossen bei einander und das Abtrinken gelingt leicht wie bei einem Grün- oder Oolongtee. Aber im Grunde halte ich eine ganz klassische Zubereitung für besser. Die Kugel wiegt durchschnittlich 1,5-2g und so verwende ich in Regel 4-5 Kugeln pro 500ml - ganz wunderbar, eine schöne Neuheit in Sachen Chinesischen Schwarztees! Vielleicht wäre es besser zu sagen, Neu im Sinne von Neuer Ernte, denn er jetzt erst wieder zu Beginn des Septembers ins Lager gekommen.


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Black Dragon Pearls
12,00 / 100 g *
Versandgewicht: 150 g

Lagerbestand: 1,950 g

A-Rong Mi Hsiang Cha

Nach des ungemein erfreulichen Eingang des A-Rong Red Oolong in mein Sortiment, ein weit-oxidierter Oolong der Extra-Klasse,  folgte jetzt aus deren Anbau gleich eine weitere Verarbeitung ein großblättriger Schwarztee Mi Hsiang Cha genannt nach seinem honigartigen Duft. A-Rong Luyeh Mi Hsiang Cha Oriental Beauty Typ zugegeben ein recht langer Name und für uns wichtig ist die Begrifflichkeit Mi Hsiang Cha, ein Tee von Honigduft,- ich hatte vergangener Tage mal einen Oolong solchen Names, hier ist es ein Schwarzer Tee von selten guter Qualität, die Bilder bringen es an den Tag. Zusätzlich erscheint hier im Namen Oriental Beauty, was ein Anwelken noch am Strauch meint. Dieser Teetyp zeichnet sich neben seiner Nachhaltigkeit vor allem durch eine große Mildheit und weichen Tasse aus. Ungelogen, der Tee sollte aufgegossen mit kochendem Wasser zwischen 6 – 7min ziehen und was Sie nicht vorfinden sind Bitterstoffe, was für ein Tee! Was mich mitunter bei Oriental Beauty Oolongs stört, sind bei aller Raffinesse des Bouquets, des Dufts ein gewisses Nachsäuern im Mundraum – gibt es hier nicht. Etwas malzig, Leder, weiche ehrwürdige Hölzer, lang nachwirkend mit ansteigende Fülle. Im Olymp der Schwarzen Tee findet sich mit Sicherheit dieser Tee wieder. Fairerweise muss ich allen Assamtee-Liebhabern mitteilen: Lassen Sie die Finger davon, Sie werden sich nur ärgern.

A-Rong Mi Hsiang Cha
8,70 / 15 g *
Versandgewicht: 25 g
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Lagerbestand: 890 g

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